Regularität und Reformfähigkeit der Freimaurerei

In vielen Großlogen gilt Regularität als grundlegendes Ordnungsprinzip. Sie bestimmt, welche Logen anerkannt werden, welche Kontakte erlaubt sind und welche Voraussetzungen für die Zugehörigkeit zur freimaurerischen Gemeinschaft gelten. Dieses System entstand vor Jahrhunderten, um Stabilität und Orientierung zu schaffen. Doch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen es entstand, haben sich seither grundlegend verändert.

Das Videomeeting am 11. März nimmt diese Entwicklung zum Anlass, die Rolle der Regularität neu zu betrachten. Im Zentrum steht dabei eine einfache, aber grundlegende Frage: Hilft Regularität der Freimaurerei, sich weiterzuentwickeln – oder begrenzt sie diese Möglichkeit?

Die Diskussion beginnt bewusst bei den historischen Wurzeln. Regularität entstand als organisatorische Lösung für konkrete Probleme: Rivalitäten zwischen Großlogen, politische Verdächtigungen und das Bedürfnis nach klaren Strukturen. Mit der Zeit entwickelte sich daraus jedoch ein komplexes Anerkennungssystem, das heute für viele Logen zum festen Bestandteil ihrer Identität geworden ist.

Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass dieses System auch Grenzen hat. Viele Reformfragen – etwa zu Mitgliedschaft, gesellschaftlicher Rolle oder Organisationsformen – lassen sich innerhalb bestehender Regularitätsstrukturen nur schwer diskutieren. Deshalb stellt das Meeting zwei Perspektiven nebeneinander: einerseits die Möglichkeiten, die innerhalb regulärer humanistischer Freimaurerei bestehen. Andererseits alternative Organisationsformen, wie sie im Konzept der Freien Maurer angedacht werden. Dabei geht es nicht um Konkurrenz oder Abgrenzung. Vielmehr soll untersucht werden, welche Wege heute denkbar sind, wenn Freimaurerei ihre historischen Werte bewahren und zugleich zukunftsfähig bleiben möchte.

Das Meeting versteht sich daher als offener Denkraum. Denn jede Tradition steht eines Tages vor der gleichen Frage: Welche Regeln schützen das Wesentliche und welche verhindern, dass es sich weiterentwickeln kann?

11. März 2026 um 19 Uhr. Offenes Videomeeting über das datenschutzfreundliche Alfaview. Anmeldungen bitte über https://freie-maurer.de/regularitaet-ordnungsrahmen-oder-denkverbot/

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